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        <name>Gewürze der Welt</name>
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    <title>Blog / Atom Feed</title>
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    <updated>2026-05-26T05:21:52+02:00</updated>
    
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            <title type="text">Kümmel und Kräuter im Zeichen des Krieges</title>
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                                            Natürlich hat der Überfall Russlands auf die Ukraine wesentlich düstere Folgen als die, über die wir hier berichten wollen. Dennoch: Kräuter und Gewürze kommen von überall her in unsere Küchen. Und natürlich hat ein Krieg im Osten Europas erhebliche Auswirkungen auf die intern...
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                   &amp;nbsp;   
  Natürlich hat der Überfall Russlands auf die Ukraine wesentlich düstere Folgen als die, über die wir hier berichten wollen. Dennoch: Kräuter und Gewürze kommen von überall her in unsere Küchen. Und natürlich hat ein Krieg im Osten Europas erhebliche Auswirkungen auf die internationalen Gewürzmärkte. Schließlich kommt der Geschmack ins Essen nicht nur aus den Tropen. Insbesondere die Logistik sorgt für Probleme: Die „Stählerne Seidenstraße“, die den fernen Osten mit Europa verbindet ist akut gefährdet, unterbrochen zu werden. Schiffslaufzeiten verlängern sich, Routenänderungen sind unvermeidlich und der Mangel an LKWs und Fahrern wird immer dramatischer. Der Weg der Gewürze zu uns wird also steiniger – und damit auch teurer.  
  Langfristig befürchten wir insbesondere bei Produkten, die aus Osteuropa und dem Baltikum zu uns kommen, Lieferengpässe. Die betrifft insbesondere&amp;nbsp;   Senfsaaten   ,&amp;nbsp;   Kümmel   ,&amp;nbsp;   Korianderkörner &amp;nbsp;  und weitere osteuropäische Küchenkräuter. Die Auswirkungen des Krieges auf die diesjährigen Ernte sind nicht absehbar. Wir müssen beispielsweise damit rechnen, dass unsere beliebte Gewürzmischung für die kaukasische Küche, „   Chmeli Suneli   “ nicht mehr produziert werden kann. Sie vereinigt 12 Kräuter und Gewürze, die in weiten Teilen auch in Osteuropa produziert werden.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;  
       &amp;nbsp;  
  &amp;nbsp;  
   Gepfefferte Preise   
  Schon seit langem beobachten wir auf den Gewürzmärkten teilweise deutliche Preissteigerungen. Dies gilt auch und insbesondere für&amp;nbsp;   Pfeffer   . Immer mehr Menschen können sich – glücklicherweise – hochwertiges Essen leisten. Dies treibt natürlich auch den Verbrauch von Gewürzen in die Höhe. So steigt gerade beim Pfeffer die Nachfrage kontinuierlich an. Aktuell kommt die diesjährige vietnamesische&amp;nbsp;   Pfefferernte &amp;nbsp;  auf den Markt. Noch vor kurzem hätte allein die eindrucksvolle Menge von 240.000 Tonnen dafür gesorgt, dass sich der Preisdruck etwas beruhigt. Angesichts der hohen Nachfrage ist von einer beruhigenden Wirkung allerdings nichts zu spüren. Der Markt nimmt auch diese Menge ohne Probleme zum aktuellen Preisniveau auf. Wir erwarten auch zukünftig steigende Beschaffungskosten. Gewürze zum „Sonderangebot“ wird es absehbar kaum geben.&amp;nbsp;   Indischer Pfeffer   ,&amp;nbsp;wie beispielsweise&amp;nbsp;   Tellicherry   , &amp;nbsp;  Malabar   &amp;nbsp;oder&amp;nbsp;   Bergpfeffer   &amp;nbsp;sind hier eine hochwertige Alternative.  
       
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                            <updated>2022-03-20T00:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Was gibt’s Neues bei Gewürze der Welt?</title>
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                                            Produktion und Preisentwicklung... Unsere Produktion arbeitet voll unter den bekannten und erforderlichen Hygiene- und Abstandsregeln. Die Beschaffung von Rohmaterial funktioniert mit etwas Geduld und Workarounds - ihr müsst also (noch) keine Angst haben, dass unser Lager leer...
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                 &amp;nbsp; 
  Unsere Produktion arbeitet voll unter den bekannten und erforderlichen Hygiene- und Abstandsregeln. Die Beschaffung von Rohmaterial funktioniert mit etwas Geduld und Workarounds - ihr müsst also (noch) keine Angst haben, dass unser Lager leer ist.  
  Lieferungen aus Übersee dauern leider, oder kommen einfach nicht an; somit ist unsere Lagerhaltung extrem gefordert, aber aktuell haben wir&#039;s noch im Griff. Für die Ernte 2020 wird das anders aussehen: Die Lockdowns fielen in Indien und Indonesien in die Erntezeit, wodurch teilweise gar nicht geerntet werden konnte.   
   Preisentwicklung   
  Preiserhöhungen erfolgen aufgrund von gestiegenen Kosten, Rohwareausfällen (Bio Koriander), Mehraufwand in Dokumentation (Bio Oregano) und Analytik. Transportkosten steigen wegen vieler Beschränkungen, vor allem innereuropäisch um bis zu 50%, Flugfrachten um bis zu 300%, falls überhaupt geliefert werden kann (andere Produkte kommen gar nicht an, wie z. B. Bio Kaffir Limettenblätter aus Madagaskar). Bei Rohwaren müssen wir die gestiegenen Kosten leider direkt weitergeben.   
  Unsere Philosophie lautet: Besser keine Ware, als schlechte Ware und Bauern sollten so viel bekommen, dass ihre Existenz gesichert ist, damit sie weiter anbauen und nicht von der Grünland-Subvention leben. Somit ergeben sich höhere Preise und ein Trend zur teureren Premiumware.  
  Preisexplosionen gibt es beim deutschen (und EU-) Kräuter- und Gewürzanbau: Der Lockdown hat die bestehenden, klimatischen Probleme verstärkt. So wird unser fränkischer Korianderlieferant seine Produktion einstellen, um sein anhaltendes Verlustgeschäft zu beenden. Italienischer Basilikum, Kardamom, alle Zimtsorten, Sternanis, Muskatblüte und Ingwer werden künftig teurer. Die Pfefferpreise sind zwar kurz gesunken, schrauben sich aber gerade wieder nach oben – Schuld sind auch Lockdown-bedingte Spekulationen.  
  Neben den bereits genannten Engpässen gibt es den Totalausfall beim Bio Kreuzkümmel, welcher Auswirkungen auf die Bio Mischungen hat, die überwiegende Kreuzkümmel beinhalten, wie Bio Ras el Hanout und Bio Rosenharissa. Diese beiden Mischungen können wir nun leider nur noch in konventioneller Qualität anbieten.  
   Wir vertreiben eben Naturprodukte und die wachsen nunmal nicht im Labor. Aber vielleicht setzt ja irgendwann ein Umdenken ein... In diesem Sinne: Schönen Sonntag noch!   
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                            <updated>2020-06-01T00:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Aus dem Leben einer Gewürzhändlerin: Beschaffungsproblematik durch veränderte...</title>
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                                            Ich bin keine Lebensmitteltechnikerin und kein „Öko-Freak“, ich liebe die Gewürze und das, was wir daraus zaubern können. Ich bevorzuge Bio-Ware, wenn ich die Wahl habe und achte und liebe die Produkte, mit denen wir arbeiten. Sehr überrascht war ich, als ich Ende letzten Jahr...
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                 &amp;nbsp; 
  Ich bin keine Lebensmitteltechnikerin und kein „Öko-Freak“, ich liebe die Gewürze und das, was wir daraus zaubern können. Ich bevorzuge Bio-Ware, wenn ich die Wahl habe und achte und liebe die Produkte, mit denen wir arbeiten.  
  Sehr überrascht war ich, als ich    Ende letzten Jahres    von der Problematik um den Bio Kreuzkümmel erfahren habe. Pyrrolizidinalkaloid ist ein Begriff, der nicht täglich in meinem Sprachgebrauch vorkommt. Nun ist aber der für so viel gutes Essen verantwortliche Kreuzkümmel genau wegen einem zu hohen PA-Wert nicht mehr handelbar. Es handelt sich aber nicht nur um eine Charge eines Produzenten. Betroffen sind vielmehr alle Chargen aller möglichen Produzenten. Die durchgängig hohen Werte lassen vermuten, dass die Schuld nicht nur bei den Kräutern liegt, die bei der Bio Ware eben mit auf dem Feld stehen und somit für die hohen Werte verantwortlich sind, sondern die Pflanze selbst lernt, PA zu bilden. Eine Forschung zum Thema durch das Bundesinstitut für Risikobewertung fehlt bisher. Bio Kreuzkümmel ist am Markt mittlerweile nicht mehr erhältlich; auch wir haben lediglich Restmengen in den Regalen. Wir müssen mindestens auf die neue Ernte warten (das dauert dann ungefähr ein Jahr, bis die Ware wieder beim Endverbraucher, bei euch, ist). Eine Gewissheit gibt es aber auch dann nicht. Danke dem Klimawandel wird es künftig vielleicht möglich sein, Kreuzkümmel weiter im Norden oder Osten anzubauen, sprich, bei uns. Das würde aber Jahre dauern.  
  Der nächste Pyrrolizdin-Problemfall ist Oregano. Es fallen viele Partien aus, der konventionelle Marktführer Fuchs hat aktuell einen Rückruf bis zum Endverbraucher deswegen laufen. Es wird analysiert ohne Ende und Preise für Chargen, die durchgewunken werden können, fallen logischer Weise allein dadurch viel höher aus, als eigentlich nötig.  
  Die Rückstandsproblematik bei den Bio-Einzelgewürzen macht uns zu schaffen - es gab in den vergangenen Monaten einen deutlichen Anstieg der Kontaminationen und Pestizide. Die rechtliche Situation ist noch unklar, da die Höchstwerte noch nicht verabschiedet sind. Es ist auch unklar, aufgrund welcher Werte die Behörden jeweils entscheiden. Auf jeden Fall sind die hohen PA-Werte kein Bio-Problem, wie ich ursprünglich dachte, sondern betreffen auch die mit Herbiziden beikräuterfrei behandelten Flächen und Produkte.  
  All das klingt nicht gut und ist sehr besorgniserregend. Zusammen mit dem Klimaphänomen steigt der Pestizideinsatz. Nichts ist trotz „intelligenter Technologien“ bisher gesunken, weder Pestizidfunde, noch CO²-Ausstoß. Die schleichende Vergiftung unserer Lebensgrundlagen Erde, Wasser und Luft hat dieselbe Brisanz wie die Erderwärmung. Bis 2050 werden wir die 2°C überschritten haben. Meine Kinder werden die 2-4°C noch mitbekommen; die Überlebenschancen für Säugetiere und Menschen sinken jedoch rapide. Bis vor kurzem habe ich mir gesagt: Ach ja, mal wieder ein Sturm, eine schlechte Ernte, weniger Menge – warten wir auf die nächste Saison. Aber nein, es ist ganz anders: Immer seltener gelingt eine „normale“ Ernte. Nicht, dass wir hungern müssten. Es werden aber sehr viele Pflanzen dem Klimastress nicht mehr Herr.  
  Kreuzkümmel ist das   Gewürz des Monats März  .  
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                            <updated>2020-03-01T00:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Neues vom Gewürzmarkt in Stichpunkten</title>
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                                            News zu Bio Kreuzkümmel, Bio Weihnachtsgewürzen, Bio Kardamom.
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                 &amp;nbsp; 
    Kreuzkümmel   ist zum schwierigen Produkt geworden: die geplanten Grenzwerte für PA (Pyrrolizidinalkaloide) können von Kreuzkümmel aus der Türkei nicht eingehalten werden, die Werte dort sind so unkalkulierbar, dass einige Bio-Importeure schon aus dem Geschäft ausgestiegen sind. Die Alternative, indischer Kreuzkümmel fällt regelmäßig wegen Pestizidbelastungen durch.  
    Sternanis   und   Cassia-Zimt   gehen in der Preisentwicklung nach oben.  
  Sri Lanka -   Ingwer   wird teurer  
    Kardamom   ist weiterhin in der Beschaffung schwierig -&amp;nbsp; die 3. Missernte und Desorganisation in Guatemala.  
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                            <updated>2019-10-01T00:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Naturprodukte in Bedrängnis</title>
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                                            Weltweite Flächenkonkurrenz betrifft Gewürze und Kräuter Der globale Wettbewerb um qualitativ hochwertige Gewürze nimmt weiter zu. Dabei trifft die weltweit steigende Nachfrage auf sensible, meist exotische Naturprodukte, die zunehmend um ihre Anbaugebiete wetteifern müssen. D...
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                 &amp;nbsp; 
      Ein Beitrag von Pfeffer - das Gewürzmagazin      
  Der globale Wettbewerb um qualitativ hochwertige Gewürze nimmt weiter zu. Dabei trifft die weltweit steigende Nachfrage auf sensible, meist exotische Naturprodukte, die zunehmend um ihre Anbaugebiete wetteifern müssen. Die weltweit ansteigende Flächenkonkurrenz schadet Gewürzen und Kräutern auf ganz unterschiedliche Weise. Drei Praxisbeispiele.  
 &amp;nbsp; 
  Weltweit erfreut sich der   Vanille  geschmack wachsender Beliebtheit. Die Nachfrage nach Vanilleschoten steigt von Jahr zu Jahr an, doch das Angebot kommt nicht nach: Denn neben einem ohnehin aufwendigen Anbau- und Veredelungsprozess, den das begehrte Gewürz benötigt, erschwert ein überschaubares Anbaugebiet die Marksituation. Es ist wesentlich auf Madagaskar, Réunion, die Komoren, Mauritius und Tahiti beschränkt. Die Vanilla planifolia braucht tropisches Klima, um sich wohlzufühlen.   
 &amp;nbsp; 
  Eine Flächenlimitierung ganz anderer Art zeigte sich infolge des Arabischen Frühlings: Als die Lebensmittel in Ägypten und Marokko knapp wurden, subventionierten die Regierungen den Weizenanbau. Bauer, die bislang Koriander auf ihren Feldern kultiviert hatten, schwenkten sofort auf Weizen um. Der Effekt war bis nach Deutschland spürbar. Als zeitgleich die Krise in der Ukraine hinzukam, einer ebenfalls wichtigen Anbauregion für Koriander, verteuerte sich das Kraut für eine gewisse Zeit enorm. (Unser   Bio Koriander   kommt übrigens aus Franken, Anm. Gewürze der Welt).  
 &amp;nbsp; 
  Aber auch ein Land wie Deutschland trägt seinen Teil zur Flächenkonkurrenz bei: Raps, aus dem Biodiesel gewonnen wird, bringt pro Hektar einen höheren Ertrag und höheren Erlös als Senfsaat. Sie findet immer weniger Platz auf den Äckern. Ähnlich ergeht es den Kräutern: Sie drängt der Maisanbau für Biogasanlagen ebenso zurück wie die Nutzung großer Agrarflächen für Solaranlagen. Zugunsten von Städte- und Verkehrsbau verkleinert sich hierzulande die landwirtschaftlich genutzte Fläche ohnehin jedes Jahr. Anschaulich zeigt dies der Großflughafen München: Unter ihm liegt Deutschlands größtes zusammenhängendes   Petersilien  -Anbaugebiet vergraben.  
 Quelle:   Pfeffer - Das Gewürzmagazin   
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                            <updated>2019-06-13T00:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Brennende Leidenschaft für heiße Schoten</title>
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                                            Mexiko? Das ist Sommer pur, das sind Sombreros, Tortilla und Chilis. Die meisten Schoten weltweit werden hier geerntet. Unter allen Küchen Südamerikas zeichnet sich die mexikanische ganz besonders durch ihre roten Scharfmacher aus. Sie verkörpern ein munteres, energiegeladenes...
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                 &amp;nbsp; 
  Mexiko? Das ist Sommer pur, das sind Sombreros, Tortilla und Chilis. Die meisten Schoten weltweit werden hier geerntet. Unter allen Küchen Südamerikas zeichnet sich die mexikanische ganz besonders durch ihre roten Scharfmacher aus. Sie verkörpern ein munteres, energiegeladenes Lebensgefühl, das längst in unsere Gefilde hinübergeschwappt ist.   
  Wunderschöne Kolonialstädte, schneeweiße Strände, Maya-Städte, tief verborgen im Dschungel, romantische Haciendas, die den Urlauber beherbergen. Mexiko ist ein Land, das seinen Gästen viel zu bieten hat. Und dazu gehört auch eine enorme Chili-Vielfalt, die sich in unterschiedlichste Formen, Farben und Geschmäcker auffächert. Bis zu 200 Sorten allein in Mexiko wachsen, die sich in fünf botanische Arten gruppieren. Sie zählen zur Pflanzengattung Capsicum, zu der auch die Paprika gehört.&amp;nbsp;  
  Die bekannteste mexikanische Chili-Sorte heißt   Jalapeno  . Die dickfleischigen, etwa fünf Zentimeter langen Schoten besitzen im grünen Zustand die stärkste Schärfe,   im roten Zustand ist ihr Geschmack besänftigt   und süß-fruchtig, dann passt sie wunderbar zu frischen Salaten. Eine klare, fast schon schneidende Schärfe trägt der Serrano in sich und eignet sich damit bestens für die thailändische Küche. Milde Vertreter der mexikanischen Chili verbergen sich in den Sorten Mulato, Passila und   Ancho  . Die großen Früchte der &quot;heiiligen Dreifaltigkeit&quot; färben sich im getrockneten Zustand schokobraun. Und verweisen bereits auf ein wichtiges Einsatzebiet: mexikanische Schoko-Saucen, denen sie ein leichtes Pflaumenaroma verleihen. Die berühmt-berüchtigste Vertreterin ihrer Art ist sicherlich die   Habanero  , die der Halbinsel Yucatan entstammt. Sie ist so &quot;hot&quot;, dass sich Köche ihre Hände schützen müssen, um sie zu verarbeiten.&amp;nbsp;  
   Scharfe &quot;Xocoatl&quot;   
  Seit 7.000 Jahren wachsen die Nachtschattengewächse auf mexikanischem Boden. Die Azteken pflanzten die anderorts völlig unbekannte Frucht in großen Gärten und auf künstlichen Inseln an. Und sie liebten sie im Duett mit Schokolade. Denn die Haute-Volée der Azteken trank auch ihre &quot;Xocoatl&quot; gerne mit einer Prise des feurigen Gewürzes.  
  Auf der Suche nach einem neuen Seeweg nach Indien und den dortigen Pfeffer-Reichtümern entdeckte schließlich Christoph Kolumbus Amerika - und die Chilis. In logischer Folge pflanzten die Spanier und Portugiesen als erste Europäer den &quot;Pfeffer des kleinen Mannes&quot; an. Unter den zunächst skeptischen Blicken ihrer Zeitgenossen, die &amp;nbsp;die hübschen Pflanzen lange nur als Ziersträucher schätzten. Weitaus schneller als in Europa verbreiteten sich die &amp;nbsp;Neulinge in Asien und Afrika. Heute zählen zu den Anbaugebieten Nigeria, Uganda, Indien, Tansania, Äthiopien, Türkei, Thailand, Japan, die USA als auch Mittel- und Südamerika.  
  Chilis fühlen sich eigentilch in allen Küchen zu Hause, in denen es ordentlich &quot;heiß&quot; wird. Die Kochbücher Südamerikas, Südostasiens und Afrikas könnten kaum auf sie verzichten. Scharfe Gewürzsaucen und -mischungen ebenso. Tabasco, Sambal Oelek, Piri-Piri,   Harissa   - überall ist die feurige Schote zu finden. Typisch für die Mexikanische Küche ist die Gewürzpaste   Mole poblano  , die aus Chili und bis zu 70 weiteren Zutaten besteht.&amp;nbsp;  
   Peperoni und Pfefferoni   
  Hierzulande schätzen viele das Chilipulver, das aus gemahlenen, getrockneten Schoten besteht. Es ist praktisch, lässt sich leicht dosieren, hält lange Zeit und ist ein seiner Schärfe genau einzuschätzen. Das ist die gemeine Chili - für den Laien - nicht so unbedingt. Ihm hilft aber eine Faustformel: Je kleiner und röter die Schote ist, desto vorsichtiger ist mit ihr umzugehen.&amp;nbsp;  
  Das bekanntest Chilipulver ist der   Cayennepfeffer  , der mehrere rote Sorten beinhaltet, jedoch kein einziges Körnchen Pfeffer, wie sein Name vermuten ließe. Wie auch immer der Cayennepfeffer zu seinem Namen kam, er ebnete der Chilischote den - recht späten - Weg in die deutsche Küche. Sie schätzt die Peperoni oder Pfefferoni, wie die Chili auch genannt wird, heute allerdings in vielerlei Form. Lässt sie sich doch ganz wunderbar mit anderen Gewürzen kombinieren - etwa mit Zimt, Vanille oder Sternanis - und in kuriose Produkte weiterverarbeiten: Lollis, Fruchtgummi, Honig, Schnaps. Es gibt eigentlich nichts, was vor der Schote sicher wäre.  
   Ein Länderbericht des Fachverbandes der Gewürzindustrie.   
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                            <updated>2019-05-21T11:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Mehr als das Salz in der Suppe...</title>
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                                            Das hätte sich das gute alte Salzfässchen nicht träumen lassen: Vom gewöhnlichen Natur- zum Lifestyleprodukt. Man könnte direkt Parallelen zum Froschkönig-Märchen finden: Natursalze und nun auch aromatisierte Salze sind zu einer Spezialität &quot;geküsst&quot; worden, die nicht nur dem ...
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                  Das hätte sich das gute alte Salzfässchen nicht träumen lassen: Vom gewöhnlichen Natur- zum Lifestyleprodukt.  
  &amp;nbsp;  
   M an könnte direkt Parallelen zum Froschkönig-Märchen finden: Natursalze und nun auch aromatisierte Salze sind zu einer Spezialität &quot;geküsst&quot; worden, die nicht nur dem Feinschmecker einiges Wert sind.  
   S alz ist ein wunderbares Experimentierfeld für alle, die neue, feine Geschmackserlebnisse zu schätzen wissen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Prise Chilisalz zu Büffelmozarella mit Mango-Chutney? Oder Garnelen mit Vanillesalz?  
   D as gleiche gilt für Natursalze. Ein frisches Thunfisch-Steak, getoppt von ein klein wenig schwarzem Hawaii-Salz ist optisch und kulinarisch ein Highlight. Die Kombination von Salzen mit Früchten, Desserts und Küchlein erfordert zwar etwas Mut, führt aber zu spannenden Gaumenfreuden.  
  &amp;nbsp;  
  Die zarte Blüte des Salzes  
   D ie bekannteste Natursalz-Spezialiät ist sicherlich das Fleur de Sel, die &quot;Salzblume&quot; aus der französischen Camargue oder der Bretagne und das permutt schimmernde Flor de Sal, wie es etwa auf Mallorca zu finden ist. Sie sind echte Klassiker. Die Ernte dieser Meersalze ist jedoch eine filigrane Angelegenheit. Sie gedeihen - wie auch weniger wertvolle Sorten - in den Salzgärten der Küste. Eine uralte Form der Salzgewinnung, die nach dem Prinzip der Wasserverdunstung auch heute noch wunderbar funktioniert. Aber erst das perfekte Zusammenspiel von Hitze und Wind lässt auf der Wasseroberfläche die kostbare Salzblüte gedeihen. Mit Holzschaufeln und per Hand trägt der Salzbauer, der &quot;Paludier&quot;, diese &amp;nbsp;zarte Schicht ab. Der Zeitpunkt ist hierbei entscheidend, denn eine leichte Feuchte unterstreicht die Qualität. Für die geschmacklichen Unterschiede von Fleur de Sel zu Fleur de Sel sorgen Calcium- und Magnesiumsulfate.&amp;nbsp;  
   N atursalze enthalten im Gegensatz zu den raffinierten Salzen Mineralstoffe, die ihnen ihren besonderen Geschmack verleihen. Das gereinigte Speisesalz, Kochsalz oder Tafelsalz, das wir auch dem Supermarkt kennen, besteht im wesentlichen aus Natriumchlorid und aus Zusätzen wie Jod, Fluor oder Rieselhilfen.&amp;nbsp;  
   O b nun gewöhnliches Tafelsalz oder nuancenreiches Natursalz. Allen ist gemein, dass sie aus dem Meer kommen. Das gilt selbst für Steinsalze (z. B. Himalaya-Salz), die Bergleute abbauen. Die Salzschichten, die sie abtragen, lagerten sich vor 200 Millionen Jahren ein, als riesengroße Binnenmeere austrockneten. Gestein überlagerte sie in Jahrmillionen und so sind die rosafarbenen Salzstöcke des Himalaya älter als das Gebirge, das auf ihnen liegt.&amp;nbsp;  
  &amp;nbsp;  
  Einst mit Gold aufgewogen &amp;nbsp; 
   N eben hochwertigen Natursalzen erfreuen sich Feinschmekcer derzeit an einer schier unbegrenzten Auswahl an aromatisierten Salzen, die mit Olive, Zitrone, Tomate, Bärlauch, Ingwer, Schockolde oder auch Rotwein angereichert sind. Die Experimentierfreude scheint keine Grenzen zu kennen. Dass die Idee, aus dem &quot;weißen Gold&quot; etwas &amp;nbsp;mehr zu machen, keineswegs eine neue &amp;nbsp;ist, zeigen die Rauchsalze. Die Wikinger entwickelten ein Verfahren, bei dem sie Meerwasser über brennendes Holz gossen und verdampfen ließen. Das übrig gebliebene Salz schabten sie ab und streuten es über ihr Abendbrot. Inklusive Raucharoma. Je nach Landstrich, in dem es verfeinert wird, trifft das Meersalz heute auf Buche, Eiche oder auch Wacholder - alles eine Frage des guten Geschmacks.&amp;nbsp;  
   A ber der ist in Sachen Salz beileibe nicht das einzig Interessante. Denn neben dem Geschmack entscheiden Form und Textur über dessen Einsatzgebiet. Gröbere Kiesel, zarte Flocken oder feine Kristalle verhalten sich ganz unterschiedlich im Mund, sie zergehen ganz sanft auf der Zunge oder landen &quot;crispy&quot; zwischen den Zähnen. Ein kleines Fest für die Sinne.&amp;nbsp;  
  &amp;nbsp;  
  Quelle: Fachverband der Gewürzindustrie e. V.  
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                            <updated>2019-03-24T00:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Teuer, teuer, Vanille</title>
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                                            Das Magazin &quot;Pfeffer&quot; berichtet in der aktuellen Ausgabe 1/2018 wieder einmal über nochmal gestiegenen Vanillepreis. Wir möchten euch den Artikel nicht vorenthalten.
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                <![CDATA[
                  Das Magazin &quot;Pfeffer&quot; berichtet in der aktuellen Ausgabe 1/2018 wieder einmal über nochmal gestiegenen Vanillepreis. Wir möchten euch den Artikel nicht vorenthalten.  
 &amp;nbsp; 
    Weltweit beliebt: Lebensmittel mit echter  Vanille     
    Teuer, teuer, Vanille    
 &amp;nbsp; 
  In jedem Sommer streiten sich Vanille und Schoko um den ersten Platz. Die beiden Eissorten führen die deutsche Beliebtheitsstatistik an – unangefochten und mit deutlichem Abstand zur Nachhut. In diesem Jahr könnte Schoko das Rennen allerdings für sich entscheiden. Denn die Kontrahentin hat ein Problem: Vier zu wenig   Vanilleschoten   treffen auf eine enorm hohe Nachfrage.  
  Coupe Dänemark, Birne Helene und der Spaghetti-Becher müssen sich warm anziehen. Für ihr Vanilleeis wird es auf dem Weltmarkt eng – und teuer. Schon die gering ausgefallene Vanille-Ernte 2015 (1.700 bis 1.800 Tonnen) ließ die Marktpreise in die Höhe schnellen: Der Kilopreis steig von 40 US-Dollar auf rund 160 US-Dollar an. 2016 dann fiel die weltweite Ernte, die stets mit einem halbjährlichen Produktionsverzug in den Handel kommt, wieder besser aus: Sie belief sich auf rund 2.400 Tonnen. Das versetzte der Preissteigerung jedoch keinen Abbruch. Im Gegenteil: der Kilopreis im Sommer 2017 kletterte auf nie da gewesene 450 US-Doller, bei Bio-Vanille auf 550 US-Dollar.  
  Seither boomt die Nachfrage nach dem Gewürz, das in großen Mengen in Cola verarbeitet wird, wie nie zuvor. Weltweit erfreut sich der Vanillegeschmack mehr und mehr Beliebtheit. Zudem wünschen sich Verbraucher in Europa und den USA die „echte“ Vanille, sprich: „natürliches Vanille-Aroma“ und nicht „natürliches Aroma Vanille“. Letzteres darf aus beliebigen natürlichen Rohstoffen hergestellt werden, Ersteres muss aus Vanilleschoten gewonnen werden (EU-Aromenverordnung).   
  Dabei ist der Vanilleanbau ein aufwendiges Geschäft: Tausende von Kleinbauern müssen die Blüten der Orchideenart „Vanilla planifolia“ einzeln und von Hand bestäuben. Nach vier bis sechs Wochen entwickeln sich daraus grüne, längliche Kapselfrüchte. Wechseln sie ihre Farbe, nach etwa acht Monaten, ins Gelbliche, dann ist sie reif. Nach der Ernte beginnt eine mehrmonatige Fermentation, an deren Ende die dunkle Schote steht, die jedermann, in Glasröhrchen verpackt, aus dem Supermarktregal kennt.  
  Die echte Bourbon-Vanille, die einen Großteil der welternte ausmacht, stammt ausschließlich von den Inseln Réunion, den Komoren, Mauritius und vor allem Madagaskar. Im tropischen Klima fühlt sich die kostbare Orchideenpflanze wohl. Und sie treibt geradezu groteske Blüten: Infolge der enormen Marktpreise fürchten sich die dortigen Farmer vor Diebstahl. Daher ernten Sie nun frühzeitiger als gewohnt. Damit verringert sich jedoch der Vanillin-Gehalt in den Schoten, so dass in den weiterverarbeiteten Produkten mehr natürliches Aroma oder mehr Extrakt zum Einsatz kommen muss, um den bekannten Geschmack zu erzielen. Das wiederum schränkt das ohnehin knappe Angebot weiter ein. Und die Vanille wird ihrem Zweitnahmen „Königin der Gewürze“ mehr denn je gerecht.  
  (Pfeffer, das Gewürzmagazin, 1/2018)  
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                            <updated>2018-06-12T00:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Zyklon Enawo zerstört Vanilleernte 2017</title>
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                                            Der Zyklon Enawo traf Anfang März auf die Ost-Afrikanischen Inselstaat Madagaskar und vernichtete die Vanilleernte.
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            <content type="html">
                <![CDATA[
                    D  er Zyklon Enawo traf Anfang März auf den Ost-Afrikanischen Inselstaat Madagaskar. Der Zyklon forderte zahlreiche Menschenleben, zerstörte die Infrastruktur und vernichtete die Landwirtschaft. Mit einer Windstärke von bis zu 290 Stundenkilometern traf er auf die Region Sava im Nord-Osten des Landes. Dort wird ca. die Hälfte der weltweiten Vanilleproduktion angebaut. Gemäß Angaben der UN sind die komplette aktuelle Ernte vernichtet worden.&amp;nbsp;  
   F   ür uns Verbraucher bedeutet das letzte Unwetter über Madagaskar vor allem Lieferengpässe bei der Bourbon Vanille. Diese Situation ist günstig für Spekulanten, die die mangelnde Verfügbarkeit nutzen, um die Preise zusätzlich in die Höhe zu treiben. Die am Markt verbleibende Vanille kaufen Konzern-Riesen - wie letztes Jahr Coca-Cola - komplett auf.  
   M   adagaskar zählt laut Weltbank zu den ärmsten Ländern der Welt.&amp;nbsp;  Bereits in der Vergangenheit hatte Madagaskar mit äußerst ungünstigen Umwelteinflüssen zu kämpfen. 2012 forderten die Stürme &quot;Irina&quot; und &quot;Giovanna&quot; zahlreiche Opfer und richteten immense Schäden an. Der Süden des Landes ist seit 2015 von einer starken Dürre betroffen.  
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                            <updated>2017-03-23T00:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Weihnachten - ohne Vanille?</title>
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                                            Wir sind in unserer Wohlstandsgesellschaft gewohnt, dass wir die Dinge, die wir benötigen, einfach kaufen können. Zumindest meistens. Gewürzen sind Naturprodukte und wir müssen uns immer wieder vor Augen halten, dass diese nur soweit verfügbar sind, wie die Natur es zulässt. Ä...
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                <![CDATA[
                     W  ir sind in unserer Wohlstandsgesellschaft gewohnt, dass wir die Dinge, die wir benötigen, einfach kaufen können. Zumindest meistens.&amp;nbsp;   
   Gewürzen sind Naturprodukte und wir müssen uns immer wieder vor Augen halten, dass diese nur soweit verfügbar sind, wie die Natur es zulässt. Ärgerlich ist, dass ausgerechnet an Weihnachten Vanille und Zimt nicht in rauen Mengen verfügbar sind, bzw. nur zu sehr hohen Preisen. Aber wir haben nicht nur schlechte Nachrichten. Lest selbst.   
 &amp;nbsp; 
   Details zum Marktbericht bezüglich Pfeffer, Vanille, Knoblauch und Zimt findet ihr nachstehend.   
 &amp;nbsp; 
   Pfeffer   
   D erzeit ist der Markt ruhig, die Preise sind stabil, obwohl von weiter steigenden Preisen Mitte des Jahres ausgegangen wurde. Die Preise fallen sogar, was für alle absolut überraschend ist.  
   Knoblauch   
   N achdem es dieses Jahr die Ernte sehr schlecht war, haben die Preise inzwischen um über 100% zugelegt. Normalerweise wird frischer Knoblauch getrocknet, geschnitten und kommt in den Verkauf (Hauptanbauland: China). In diesem Jahr liegt der Knoblauch noch in den Kühlhäusern, um als frische Ware verkauft zu werden. Damit kommt kaum Ware in die Trocknung. Zudem haben Spekulanten zugeschlagen und hoffen auf weiter steigende Preise. Derzeit ist die Lage relativ dramatisch. Wir erwarten weiter steigende Preise.  
   Vanille   
   D ie neue Ernte in Madagaskar ist nun vorüber. Leider werden die geernteten Schoten sofort von den Pharmariesen und Lebensmittelgiganten (Coca Cola zum Beispiel) zu jedem Preis aufgekauft. Es kommt kaum Ware in Europa an. Die Preise sind extrem hoch, wenn überhaupt Vanille verfügbar ist. Eine kurzfristige Entspannung ist nicht zu erwarten. Die Preise haben absolute Rekordpreise erreicht.  
   Zimt   
   A ufgrund fehlender neuer Zimtbäume nimmt die Verfügbarkeit von Jahr zu Jahr ab. Die Preise haben bereits um fast 50% zugelegt. Wir erwarten in den kommenden Jahren weiter steigende Preise.  
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
                ]]>
            </content>

                            <updated>2016-12-02T00:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Gepfefferte Preise am Weltmarkt</title>
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                <![CDATA[
                
                                            Der Höhenflug der Rohstoffpreise für Gewürze hält an (vgl. hierzu auch Marktbericht 2014). Im Vergleich zum Vorjahr kosten derzeit Pfeffer, Vanille, Kümmel, Muskatnuss, Knoblauch und Zimt bis zu 60% mehr. Der Preis von Vanille hat sich verdoppelt, der von Kümmel ist binnen ein...
                                        ]]>
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                <![CDATA[
                 &amp;nbsp; 
   D er Höhenflug der Rohstoffpreise für Gewürze hält an (vgl. hierzu auch   Marktbericht 2014  ). Die Beschaffungsproblematik ist vielschichtig. Ein gutes Beispiel bietet der Pfeffer, das mit Abstand bedeutendste Gewürz der Welt: Nach Auskunft der „International Pepper community“ betrug seine weltweite Produktion im letzten Jahr 336.200 Tonnen. Demgegenüber bestand eine Nachfrage von 381.500 Tonnen, was zu einer Unterdeckung von beachtlichen 45.000 Tonnen führte. Mit ihr und dem für Europa ungünstigen Dollarkurs kletterte der Pfefferpreis auf ein Allzeithoch: Gegenüber 2013 stieg er um 59 Prozent für weißen und 53 Prozent für schwarzen Pfeffer. Was ist da los?&amp;nbsp;  
    W etterextreme und Umweltzerstörung beeinträchtigen die Ernten immens.&amp;nbsp;  I  m Vergleich zum Vorjahr kosten derzeit Pfeffer, Vanille, Kümmel, Muskatnuss, Knoblauch und Zimt bis zu 60% mehr. Der Preis von Vanille hat sich verdoppelt, der von Kümmel ist binnen eines Jahres sogar um 130% gestiegen.&amp;nbsp;  D  ie Gründe für die gestiegenen Weltmarktpreise sind vielfältig: Missernten, steigende Mindestlöhne, Umweltauflagen in China, Spekulanten.&amp;nbsp;  Z  unehmende Industrialisierung führt zur Landflucht. Dies schlägt sich auf die geringere Pfefferernte in Indonesien und Malaysia ebenso nieder wie auf das türkische Oregano-, Salbei- und Lorbeerangebot.&amp;nbsp;   
  &amp;nbsp;  
   D er Einkauf von Gewürze und Kräutern bewegt sich in Deutschland und Europa – im Sinne des Verbraucherschutzes – in einem vielschichtigen, engen rechtlichen Rahmen. Auch er führt zunehmend zu Lieferengpässen. Denn internationale Produzenten sind oft nicht mehr bereit, den immer strengeren Grenzwertabsenkungen nachzukommen. Vor allem dann nicht, wenn die Ware ihrem nationalen Recht entspricht. Genügt ihr Export bei der Eingangskontrolle in Europa aber nicht den hiesigen rechtlichen Vorgaben, so muss er – nach bereits mehrwöchigem Transport – in ein Drittland geliefert oder sogar vernichtet werden.&amp;nbsp;  
   D ie Lebensmittelanalytik verbesserte sich in den letzten 40 Jahren um den Faktor 100.000. Das heißt: Moderne Labore finden heute in einem Lebensmittel das 1/100.000stel eines Stoffes, von dessen Existenz vor 40 Jahren noch niemand etwas ahnte. Die rechtlichen Anforderungen folgen der verschärften Analytik.&amp;nbsp;  
  &amp;nbsp;  
  &amp;nbsp;  
   I m Detail:  
  &amp;nbsp;  
   K ümmel: Viele Bauern stellen den Anbau auf Getreide um, da dieser staatlich gefördert wird. Kümmel ist zudem kompliziert in der Verarbeitung ist. Viele Anbauländer hatten eine schlechte Ernte und haben folglich die Preise nach oben korrigiert.&amp;nbsp;  
  &amp;nbsp;  
   V anille: Im Hauptanbauland Madagaskar war die Ernte zwar nicht schlecht, jedoch ist von der nächsten Ernte wenig Gutes zu erwarten.&amp;nbsp;  
  &amp;nbsp;  
   P feffer: Die Preise sind binnen eines Jahres um mindestens 20% gestiegen.   
  Vormals war Indien der größte Lieferant. Da aber der Inlandverbrauch gestiegen ist, wird weniger exportiert.   
  Durch Lieferungen aus Brasilien und Indonesien ist ausreichend Ware vorhanden. Allerdings liegt diese in der Hand von Spekulanten, die besonders aktuell vor der neuen Ernte Ware zurückhalten, um noch höhere Preise erzielen zu können. Getrocknete, ungemahlene und sachgerecht gelagerte Pfefferkörner halten ihre Qualität sehr lange - ca. 5 - 6 Jahre - und sind somit hervorragende Spekulationsobjekte.  
  Umweltzerstörung - wie z. B. großflächige Brandrodungen - reduzieren indonesische und malayische Anbaugebiete von Pfeffer.&amp;nbsp;  
  &amp;nbsp;  
   Z imt: Die Preise stiegen um 40%, da Indonesien als einer der größten Zimt-Lieferanten eine schlechte Ernte hatte. Die Mindestlöhne im Land wurden zudem angehoben.  
  &amp;nbsp;  
   K noblauch: Die chinesischen Anbauflächen sind reduziert worden, die letzte Ernte war mager. Strengere Umweltauflagen in China erschweren die Produktion und heben den Preis um bis zu 60%. &amp;nbsp;  
  &amp;nbsp;  
   K oriander: Politische Unruhen in der Ukraine wirkten sich unmittelbar auf den Preis des Hauptlieferanten für Koriander aus: Die Preise stiegen um rund 30 Prozent.  
  &amp;nbsp;  
   M uskatnuss: Der Hurrikan &quot;Ivan&quot; zerstörte 2004 sämtliche Plantagen Grenadas, dem bedeutendsten Muskatanbaugebiet. Bis heute hat sich die Insel davon nicht erholt.  
  &amp;nbsp;  
    N elken  : Die indonesische Nelkenernte ist knapp ausgefallen. Durch den wachsenden Wohlstand ist die Binnennachfrage gestiegen. Die dortige Zigarettenindustrie hat das vorhandene Kontingent komplette aufgekauft, bevor ausländische Käufer überhaupt zugreifen konnten.   
  &amp;nbsp;  
  &amp;nbsp;  
  &amp;nbsp;  
  &amp;nbsp;  
  &amp;nbsp;  
  &amp;nbsp;  
   Quelle: kurier.at, pfeffer - das gewürzmagazin   
                ]]>
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                            <updated>2015-06-20T15:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Marktbericht 2014</title>
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                <![CDATA[
                
                                            Aktuelle Informationen zur Verfügbarkeit von Gewürzen und Marktbericht über die Entwicklung der Rohstoffpreise. Z. B. wird Piment d’Espelette voraussichtlich ab 3. November wieder verfügbar sein. 
                                        ]]>
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            <content type="html">
                <![CDATA[
                 &amp;nbsp; 
    Rohstoffpreise    
  &amp;nbsp;  
    Pfeffer:&amp;nbsp;    
  Wie auch in der Presse zu lesen ist, ist Pfeffer derzeit das gr&amp;ouml;&amp;szlig;te &quot;Sorgenkind&quot;. Vietnam als Hauptanbauland kann aufgrund von Pestiziden keinen Pfeffer in die EU exportieren. Spekulationen in den VAE und Singapur treiben zudem den Preis in astromische H&amp;ouml;hen. Leider ist derzeit &amp;uuml;berhaupt nicht absehbar wohin die Preise sich bewegen werden. Seit Jahresbeginn 2014 hat Pfeffer um &amp;uuml;ber 60% zugelegt. Derzeit erwarten wir weiter steigende Preise und eine Verknappung der Ware zum Jahreswechsel.&amp;nbsp;  
  &amp;nbsp;  
  &amp;nbsp;  
    Vanille:    
  Die Preise haben sich eingependelt. Es gibt genug g&amp;uuml;nstige Ware (schlechtere Qualit&amp;auml;t, die zum Vermahlen geeignet ist). Premium Qualit&amp;auml;t (Schoten ab 14 cm L&amp;auml;nge) sind kaum zu bekommen. Die Preise steigen kontinuierlich.  
  &amp;nbsp;  
    Zimt:&amp;nbsp;    
  Leider wird in Indonesien immer weniger Zimt angebaut. Die Anbaufl&amp;auml;chen haben sich bereits um fast 40% reduziert, was die Preise seit Jahresbeginn um fast 80% hat steigen lassen. Da es keine neuen Anbau von Zimtb&amp;auml;umen gibt, werden wir auch in den kommenden Jahren mit Preissteigerungen rechnen m&amp;uuml;ssen.&amp;nbsp;  
  &amp;nbsp;  
    K&amp;uuml;mmel:&amp;nbsp;    
  Nach Jahren in denen K&amp;uuml;mmel g&amp;uuml;nstig war, hat nun auch K&amp;uuml;mmel innerhalb von 24 Monaten um 100% zugelegt.  
  &amp;nbsp;  
    Koriander:    
  Die Ostukraine und Krim sind wichtige Anbaugebiete f&amp;uuml;r Koriander. Die dort geernteten Mengen gehen inzwischen ausnahmslos nach Russland. Die verbleibenden Mengen werden zu hohen Preisen in Europa gehandelt. Aufgrund des niedrigen &amp;auml;therischen &amp;Ouml;lgehaltes ist Koriander aus &amp;Auml;gypten nicht empfehlenswert und somit keine sinnvolle Alternative.  
  &amp;nbsp;  
  &amp;nbsp;  
    Liefertermine:    
  Piment d&amp;rsquo;Espelette wird voraussichtlich ab 3. November wieder verf&amp;uuml;gbar sein.&amp;nbsp;  
                ]]>
            </content>

                            <updated>2014-10-18T14:00:00+02:00</updated>
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