Weihnachtsmenü


Augenschmaus, Gaumenstreichler und kulinarischer Streitschlichter, die Geschmachsexplosion inklusive: Ein Weihnachtsessen muss hohen Ansprüchen genügen. Der Druck ist hoch, die richtige Wahl zu treffen. Wir haben uns – gemeinsam mit dem Spitzenkoch Peter Greppmayr – ein Menü für Sie überlegt, das diesen Druck nimmt, allen Ansprüchen genügt und Ihr Weihnachten zum Fest der Feste machen wird.

 


Alle Jahre wieder kommt Weihnachten zu früh. Es ist noch so viel zu planen, zu erledigen und vorzubereiten und die „stade“ Adventszeit artet zur stressigen Vor-Weihnachts-Hektik aus. Der größte Hektikbringer bleibt jedoch immer derselbe: Was koche ich bloß dieses Jahr? Eine herausfordernde und einschneidende Entscheidung, weil jeder an das Weihnachtsessen die höchsten Ansprüche stellt. Es soll eben das Besondere zu diesem besonderen Anlass sein: Es darf nicht zu schwierig sein und nicht ewig an die Küche fesseln und auch nicht wie ein Stein im Magen liegen. Allerdings soll es nach viel Mühe aussehen und grandios schmecken. Immerhin gilt es, die unnachsichtigsten Restaurant-Kritiker in Form seiner Liebsten zufrieden zu stellen. Und obendrein soll das Festmahl gute Laune verbreiten und die kleinen, nervigen Streitereien an Weihnachten schon im Keim ersticken.

 

Deshalb haben wir nachgedacht und zusammen mit dem Spitzenkoch Peter Greppmayr ein wunderbares festliches Menü zum Nachkochen und Glänzen gezaubert.
Die Menge der Zutaten muss – je nach Personenanzahl und Geschmack – angepasst werden, wir rechnen mit 4 Personen.

 

Vorspeise: Gebratene Garnelen mit Anis

 

Das Gericht macht  etwas her und ist schnell gemacht, also genau richtig für diesen Anlass. Garnelen sind leicht bekömmlich und in der Kombination mit Anis ein echtes „Amuse-Gueule“. Das aromatische Gewürz verleiht den Garnelen nämlich nicht nur eine besondere Note, sondern regt auch den Appetit an. Der perfekte Start für unser Weihnachtsmenü.
 

12 Garnelen
2 Knoblauchzehen (gepresst)
1 TL Anis
Salz und Pfeffer
Zitronensaft (ca. ½ Zitrone)
Brat-Öl



Öl in der Pfanne erhitzen und die Garnelen (nach dem Auftauen) darin scharf anbraten.
Gepressten Knoblauch hinzugeben und Anissamen darüber streuen. Bei reduzierter Hitze zusammen garen lassen.
Mit dem Zitronensaft ablöschen und Bratenfond lösen.
Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fertig!

 



Hauptspeise: Lammnüsschen im Heu gegart


Das Rezept für unsere Hauptspeise kommt von Spitzenkoch und Foodstylist Peter Greppmayr persönlich. Die Zubereitung dauert zwar etwas länger (lange Garzeit und ein bisschen Schnippel-Arbeit), aber „Lammnüsschen im Heu gegart“ klingt aufwändiger als es ist. Durch das Heu bekommt das zarte Fleisch eine aufregende Note. Das Gourmet-Salz Maldon Sea Salt Flakes und der aromatische Tasmanische Bergpfeffer geben dem feinen Gericht den letzten Schliff.


1 Lammkeule (ca. 2kg, ausgelöst) mit Knochen
200g Knollensellerie
200g Karotten
5 Zwiebeln
0,7 l Rotwein
2 l Wasser
Heu
Kräuter: Zitronenmelisse, Estragon, Majoran, Thymian
Maldon Sea Salt Flakes
Tasmanischer Bergpfeffer


Ausgelöste Lammstücke und Knochen in einem Bräter im Ofen bei 200°C 20 min rösten.
Gemüse klein schneiden, in den Bräter geben, ebenfalls anrösten und mit Rotwein ablöschen.
Einkochen lassen, dann mit dem Wasser auffüllen und 2 Stunden im Ofen abgedeckt köcheln lassen. Abgießen und bis zur gewünschten Konsistenz einkochen.
Lammnüsschen kurz anbraten, zusammen mit Kräutern und Heu in Backpapier eintüten und bei 140°C im Ofen fertig garen.
Auspacken und mit Maldon Sea Salt Flakes und Tasmanischem Bergpfeffer würzen.
Dazu passt hervorragend ein leichtes Kartoffelpüree, mit einer Prise Muskatnuss verfeinert. Diese wirkt übrigens wie Anis appetitanregend und stärkt die Nerven! Direkt vor dem Servieren kann man noch etwas schwarzes Hawaii Salz über diese gewöhnliche Beilage streuen. Damit sichert man sich ganz einfach die Anerkennung der Gäste, die sich fühlen werden wie in einem exklusiven Sterne-Restaurant.
Noch ein Tipp: Wenn kein Bauern- oder Reiterhof in der Nähe ist, kann man sich das Heu auch im Bau- oder Gartenbaumarkt besorgen, aber immer fragen, ob das Heu auch unbehandelt ist! 



Dessert: Tonkabohnen-Eis


Zum Abschluss gibt es ein wunderbares Tonkabohnen-Eis. Das bietet sich deshalb an, weil man es schon einen Tag vorher zubereiten kann.  Die Tonkabohne ist ein sehr spannendes Gewürz. Wir haben ihr deshalb einen eigenen Artikel gewidmet, Genaueres lesen Sie hier. Sie besitzt einen exotischen Geschmack und erinnert dabei ein bisschen an Vanille. Aufgrund des Wirkstoffs Cumarin kann man auch eine gewisse Note von Heublumen wahrnehmen. Eine nette Parallele zum Lamm also. Zu dem süßen Eis ist eine fruchtige Beilage (z.B. Granatapfelkerne, Pfirsich-Mark, Aprikosen, Mandarinen aus der Dose) eine leckere Kombination. So kann man sich dieses Dessert nach dem Lamm durchaus noch leisten, es liegt im Gegensatz zu vielen anderen Nachspeisen nicht schwer im Magen.
(Rezept von Dieter Müller, Restaurant Schlosshotel Leerbach, Bergisch Gladbach)


 3 Tonkabohnen
100 g Zucker
200 g Milch
200 g Sahne
6 Eigelb



Tonkabohnen mit der Muskatreibe fein reiben, mit 60g Zucker vermischen.
Milch und Sahne zugeben, mit dem Mixer schaumig schlagen. Aufkochen und anschließend abkühlen lassen.
40g Zucker und Eigelb schaumig rühren.
Lauwarme Milch-Mischung zugeben und nochmals cremig aufschlagen.
Masse in Gefrierschrank stellen und alle halbe Stunde gut durchrühren.



Mit diesem Menü steht einem besinnlichen und frohen Weihnachtsfest nichts mehr im Weg.


Unser Team wünscht einen guten Appetit, ein friedvolles Fest und erholsame freie Tage.

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  • Tonkabohnen-Eis

    Ich habe eben das Eis probe gekocht. Es ist zwar noch nicht gefroren aber es schneckt sensationell. Dazu mache ich noch eine Granatapfelsoße. Sonst ist es zu süß. Hach ... lecker. Wird es am zweiten Weihnachtstag zim Brunch geben.