Steirisches Hirschragout

Es wird Herbst. Draußen fällt das welke Laub von den Bäumen und raschelt bei jedem Schritt. Das Wetter ist kühl und nass und es macht wieder Spaß drinnen in der warmen Küche zu stehen und leckere, herbstliche Gerichte zu kochen.

Im Herbst ist auch endlich die Zeit wieder leckeres und gesundes Wildfleisch wie Hirsch, Hase, Fasan, Enten oder sogar Wildschwein zu bereiten. Kein anderes Fleisch ist so gesund und natürlich wie das eines glücklichen Hirschen oder eines flinken Hasen aus der freien Wildbahn.

 

Aus diesem Grund werde ich mit Ihnen in der kommenden Zeit einige meiner Lieblingsrezepte teilen und würde mich sehr freuen, wenn Sie mir im Gegenzug vielleicht ein paar Rezeptanregungen schicken würden. Meine Rezepte stammen allesamt von meiner Mutter und zum größten Teil aus Deutschland, Österreich und Italien. Leider konnte ich nicht herausfinden, woher meine Mutter die Rezepte kennt. Ein möglicher Erfinder der Rezepte möge mir das nachsehen.

 

Zum Einstieg beginne ich mit einem leckeren steirischen Hirschragout, einem meiner Lieblingsrezepte. Ich habe Ihnen das Rezept komplett nochmals unten auf dieser Seite als Download zur Verfügung gestellt, damit Sie nicht den Computer in die Küche schleppen müssen. Außerdem verträgt sich die Tastatur nur sehr schlecht mit Bratensoße.

 

Also ans Werk! Das Rezept dauert in der Zubereitung rund 45 Minuten (jedenfalls bei mir). Die Garzeit beläuft sich auf 1,5 Stunden. Die Mengenangaben sind auf 4 Personen ausgelegt.

 

Zuerst benötigen wir Hirschfleisch. 800g von der Schulter sind ideal. Hirschfleisch finden Sie mittlerweile in den Kühlfächern vieler Supermärkte. Alternativ können Sie auch einfach einmal zum Metzger Ihres Vertrauens gehen und nachfragen. Zumindest auf dem Land haben Metzger traditionell gute Verbindungen zu den örtlichen Jägern. Dann bekommen Sie Ihr Fleisch so frisch und gut wie sonst nirgendwo.

 

Außerdem brauchen Sie:

 

Hört sich nach ziemlich vielen Zutaten und Gewürzen an, schmeckt deshalb aber auch großartig.

 

 

1. Schritt

 

Zuerst brauchen wir einen ordentlichen Sud für das Fleisch. Dazu die Gewürze, den Thymian und 1 EL Salz in 1 Liter Wasser aufkochen lassen. Das Fleisch waschen und in den Sud legen. Das ganze muss jetzt für rund 1 Stunde bei schwacher Hitze sieden.

 

2. Schritt

 

In der Zwischenzeit kümmern wir uns um das übrige Gemüse. Zwiebeln, Möhren, Sellerie und die Petersilienwurzel müssen nun geschält und gewürfelt werden. Dabei den Backofen auf 200 Grad vorheizen.

Das Sonnenblumenöl in einem ofenfesten Bräter mittelstark erhitzen und das klein gewürfelte Gemüse darin unter Rühren anbräunen. Sobald das Gemüse gut angebräunt ist aus dem Ofen nehmen und zur Seite stellen. Wir mischen es im nächsten Schritt unter das Hirschfleisch.

 

3. Schritt

 

Wir nehmen jetzt das Fleisch aus der Brühe und lassen es kurz so weit abkühlen, dass wir es in mundgerechte Stücke schneiden können. Nun vermischen wir das Gemüse aus Schritt 2 mit dem klein geschnittenen Fleisch und gießen ¼ Liter der Brühe dazu.

Ein wenig Salz und Pfeffer über das Fleisch mit dem Gemüse geben und zugedeckt in den Ofen schieben. Ideal sind Umluft auf der mittleren Schiene bei 180 Grad. Das Fleisch soll jetzt 30 Minuten schmoren.

 

4. Schritt

 

Nach den 30 Minuten nehmen Sie das Fleisch mit dem Gemüse aus dem Ofen, sieben einen Esslöffel Mehl darüber und rühren das Mehl danach unter. Dazu geben Sie den 1/8 Liter trockenen Rotwein.

Alles zusammen kurz aufkochen lassen und rund 5 Minuten köcheln lassen. Jetzt noch die Crème fraiche untermischen, Zitronensaft und Preiselbeerkompott hinzugeben und das Gericht mit Salz und Muskat abschmecken. Sollten Sie gemahlene Muskatblüte verwenden wollen, achten Sie darauf nicht zu viel Muskatblüte zu verwenden.

 

Als Beilage sind Kartoffelknödel oder breite Bandnudeln wie Tagliatelle bestens geeignet. Als Wein empfehle ich einen trockenen Rotwein oder Rose, passend vielleicht auch aus Österreich?

 

Nun wünsche Ich und das ganze Team von Gewürze der Welt viel Spaß beim nachkochen und genießen. 

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  • sehr gut

    das bietet sonst keine seite. wirklich lecker und einfach zum nachkochen!

  • Sehr lecker

    Wir haben das Rezept am 1. Weihnachtsfeiertag ausprobiert und sind begeistert. Sehr einfach und doch so lecker und das, obwohl wir nicht die begnadeten Köche sind.