Unser Gewürzbarometer

Unser Gewürzbarometer berichtet von den Neuigkeiten auf dem Gewürzmarkt. Wie war die Ernte in Indien, gibt es Probleme auf den Schifffahrtswegen oder wird gerade mal wieder mit Kardamon spekuliert. Hier erfahren Sie es.

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Unser Gewürzbarometer

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Produktion und Preisentwicklung...
Unsere Produktion arbeitet voll unter den bekannten und erforderlichen Hygiene- und Abstandsregeln. Die Beschaffung von Rohmaterial funktioniert mit etwas Geduld und Workarounds - ihr müsst also (noch) keine Angst haben, dass unser Lager leer ist.
Ich bin keine Lebensmitteltechnikerin und kein „Öko-Freak“, ich liebe die Gewürze und das, was wir daraus zaubern können. Ich bevorzuge Bio-Ware, wenn ich die Wahl habe und achte und liebe die Produkte, mit denen wir arbeiten.

Sehr überrascht war ich, als ich Ende letzten Jahres von der Problematik um den Bio Kreuzkümmel erfahren habe. Pyrrolizidinalkaloid ist ein Begriff, der nicht täglich in meinem Sprachgebrauch vorkommt. Nun ist aber der für so viel gutes Essen verantwortliche Kreuzkümmel genau wegen einem zu hohen PA-Wert nicht mehr handelbar. Es handelt sich aber nicht nur um eine Charge eines Produzenten. Betroffen sind vielmehr alle Chargen aller möglichen Produzenten. Die durchgängig hohen Werte lassen vermuten, dass die Schuld nicht nur bei den Kräutern liegt, die bei der Bio Ware eben mit auf dem Feld stehen und somit für die hohen Werte verantwortlich sind, sondern die Pflanze selbst lernt, PA zu bilden. Eine Forschung zum Thema durch das Bundesinstitut für Risikobewertung fehlt bisher. Bio Kreuzkümmel ist am Markt mittlerweile nicht mehr erhältlich; auch wir haben lediglich Restmengen in den Regalen. Wir müssen mindestens auf die neue Ernte warten (das dauert dann ungefähr ein Jahr, bis die Ware wieder beim Endverbraucher, bei euch, ist). Eine Gewissheit gibt es aber auch dann nicht. Danke dem Klimawandel wird es künftig vielleicht möglich sein, Kreuzkümmel weiter im Norden oder Osten anzubauen, sprich, bei uns. Das würde aber Jahre dauern.
News zu Bio Kreuzkümmel, Bio Weihnachtsgewürzen, Bio Kardamom.
Weltweite Flächenkonkurrenz betrifft Gewürze und Kräuter
Der globale Wettbewerb um qualitativ hochwertige Gewürze nimmt weiter zu. Dabei trifft die weltweit steigende Nachfrage auf sensible, meist exotische Naturprodukte, die zunehmend um ihre Anbaugebiete wetteifern müssen. Die weltweit ansteigende Flächenkonkurrenz schadet Gewürzen und Kräutern auf ganz unterschiedliche Weise. Drei Praxisbeispiele.
Mexiko? Das ist Sommer pur, das sind Sombreros, Tortilla und Chilis. Die meisten Schoten weltweit werden hier geerntet. Unter allen Küchen Südamerikas zeichnet sich die mexikanische ganz besonders durch ihre roten Scharfmacher aus. Sie verkörpern ein munteres, energiegeladenes Lebensgefühl, das längst in unsere Gefilde hinübergeschwappt ist. Mehr dazu auf Gewürze der Welt...
Das hätte sich das gute alte Salzfässchen nicht träumen lassen: Vom gewöhnlichen Natur- zum Lifestyleprodukt.

Man könnte direkt Parallelen zum Froschkönig-Märchen finden: Natursalze und nun auch aromatisierte Salze sind zu einer Spezialität "geküsst" worden, die nicht nur dem Feinschmecker einiges Wert sind.

Teuer, teuer, Vanille

Das Magazin "Pfeffer" berichtet in der aktuellen Ausgabe 1/2018 wieder einmal über nochmal gestiegenen Vanillepreis. Wir möchten euch den Artikel nicht vorenthalten.
Der Zyklon Enawo traf Anfang März auf die Ost-Afrikanischen Inselstaat Madagaskar und vernichtete die Vanilleernte.
Wir sind in unserer Wohlstandsgesellschaft gewohnt, dass wir die Dinge, die wir benötigen, einfach kaufen können. Zumindest meistens.
Gewürzen sind Naturprodukte und wir müssen uns immer wieder vor Augen halten, dass diese nur soweit verfügbar sind, wie die Natur es zulässt. Ärgerlich ist, dass ausgerechnet an Weihnachten Vanille und Zimt nicht in rauen Mengen verfügbar sind, bzw. nur zu sehr hohen Preisen. Aber wir haben nicht nur schlechte Nachrichten. Lest selbst.
Details zum Marktbericht bezüglich Pfeffer, Vanille, Knoblauch und Zimt findet ihr nachstehend.
Der Höhenflug der Rohstoffpreise für Gewürze hält an (vgl. hierzu auch Marktbericht 2014).

Im Vergleich zum Vorjahr kosten derzeit Pfeffer, Vanille, Kümmel, Muskatnuss, Knoblauch und Zimt bis zu 60% mehr. Der Preis von Vanille hat sich verdoppelt, der von Kümmel ist binnen eines Jahres sogar um 130% gestiegen.

Die Gründe für die gestiegenen Weltmarktpreise sind vielfältig: Missernten, steigende Mindestlöhne, Umweltauflagen in China, Spekulanten.
Aktuelle Informationen zur Verfügbarkeit von Gewürzen und Marktbericht über die Entwicklung der Rohstoffpreise. Z. B. wird Piment d’Espelette voraussichtlich ab 3. November wieder verfügbar sein.
Gewürzmischungen selbst herstellen ist etwas ganz besonderes. Das Aroma, das verströmt wird, sobald die Gewürze erst einmal in der Pfanne geröstet werden, ist sensationell und erweckt Urlaubsgefühle.
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