Zyklon Enawo zerstört Vanilleernte 2017

Der Zyklon Enawo traf Anfang März auf den Ost-Afrikanischen Inselstaat Madagaskar. Der Zyklon forderte zahlreiche Menschenleben, zerstörte die Infrastruktur und vernichtete die Landwirtschaft. Mit einer Windstärke von bis zu 290 Stundenkilometern traf er auf die Region Sava im Nord-Osten des Landes. Dort wird ca. die Hälfte der weltweiten Vanilleproduktion angebaut. Gemäß Angaben der UN sind die komplette aktuelle Ernte vernichtet worden. 

Für uns Verbraucher bedeutet das letzte Unwetter über Madagaskar vor allem Lieferengpässe bei der Bourbon Vanille. Diese Situation ist günstig für Spekulanten, die die mangelnde Verfügbarkeit nutzen, um die Preise zusätzlich in die Höhe zu treiben. Die am Markt verbleibende Vanille kaufen Konzern-Riesen - wie letztes Jahr Coca-Cola - komplett auf.

Madagaskar zählt laut Weltbank zu den ärmsten Ländern der Welt. Bereits in der Vergangenheit hatte Madagaskar mit äußerst ungünstigen Umwelteinflüssen zu kämpfen. 2012 forderten die Stürme "Irina" und "Giovanna" zahlreiche Opfer und richteten immense Schäden an. Der Süden des Landes ist seit 2015 von einer starken Dürre betroffen.

Tags: Madagaskar
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