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Ras el Hanout ist in Nordafrika in jedem Haushalt zu finden. Jede Familie hat ihr eigenes Rezept und es können bis zu 100 Zutaten enthalten sein! Unsere Mischung besteht unter anderem aus Zimt, Kardamom, Muskat, Koriander. Traditionell würzt man damit Lamm- und Couscous-Gerichte. Wir haben hier ein Rezept mit Kichererbsen und Lauch kreiert, das schnell geht und optimal als Zwischenmahlzeit taugt. Aktuell sprießt überall der Sauerampfer auf den Wiesen, der mit seiner feinen Säure wunderbar in diese dicke Suppe mit frischem Ingwer passt. Aber es kann auch Koriandergrün oder frische Minze verwendet werden, einfach ausprobieren!
Couscous mal anders: Unsere Couscous-Bowl ist der Renner im Frühling und Sommer, denn die Blüten der purpur-roten Taubnessel sind nicht nur farblich der Hingucker, sondern schmecken wunderbar lieblich mit den Rosinen und den sanften Aromen unseres Quatre Epices. Oft finden wir die purpurrote Taubnessel schon im eigenen Garten, ansonsten auf einem Spaziergang an fast jedem Waldrand.

Fit für die WM?

Morgen beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft. Für alle Narrischen, die das zum Anlass nehmen möchten, das Fußball-Fest mit Gästen in den heimischen vier Wänden oder im Garten zu feiern, haben wir drei kulinarische Tipps: Srasi und Schaschlik sind im Gastgeberland beheimatet und passen perfekt - ein Heimspiel, so zu sagen. Für alle, denen das zu exotisch ist, haben wir die Russland-WM-Variante der Berliner Currywurst: mit einem Schuss Wodka in der selbstgemachten Currysauce.

Teuer, teuer, Vanille

Das Magazin "Pfeffer" berichtet in der aktuellen Ausgabe 1/2018 wieder einmal über nochmal gestiegenen Vanillepreis. Wir möchten euch den Artikel nicht vorenthalten.
Welche Gewürze nehmt ihr mit in den Urlaub? Welche ins Ferienhaus, ins Wohnmobil, zum Campen? Besonders bei Reisen in die Regionen Europas, in denen traditionell eher wenig gewürzt wird macht es Sinn, sich vorher einzudecken, damit später der verwöhnte Gaumen nicht leiden muss. Aber was genau mitnehmen? Schließlich wollt ihr ja nicht mit einem extra Gewürz-Koffer reisen. Wir haben da einen Tipp für euch:
Es gibt vier Mischungen, die wir euch wärmstens ans Herz legen wollen und zeigen euch auch direkt, wie vielfältig sie einzusetzen sind. Damit kommt im Urlaub garantiert keine Langeweile auf. Seht selbst...
Stellt euch vor: Eine Freundin fragt mich gestern, ob wir auch Paprikapulver hätten. Ich: Nö. Weil: Scharf, edelsüß, bio, konventionell, spanisch, ungarisch, kroatisch, geräuchert oder nicht geräuchert, das wiederum in bio, konventionell, edelsüß oder scharf... Sie: Wie, geräuchert? Kennt sie doch glatt unser Paprikapulver "La Vera" nicht. Nächste Frage: Was macht man denn damit. Ja, wie hat sie denn in der Vergangenheit Saucen, Suppen, Pasta, Gemüse und Eintöpfe gewürzt...? Meine Liebe, hier haben wir großen Nachholbedarf. Morgen gibt's die Einweisung.

Geräuchertes Paprikapulver ist der absolute Himmel und transportiert den Geschmack der spanischen Extremadura direkt auf euren Gaumen. Das das feine Räucheraroma lässt den Karnivoren an eine urige Rauchkammer voller Schinken denken, den Vegetarier an etwas Ähnliches. Das Gewürz ist in zahlreichen Gerichten das Tüpfelchen auf dem i. In unserem nachstehenden Gemüserezept zusammen mit der schwarzen Schokolade in der Sauce – einfach köstlich!
Wenn meine Mutter früher Sellerieschnitzel gemacht hat, gabs von mir immer ein langes Gesicht...Heute kann ich gar nicht genug davon bekommen! Ich brate sie pur, in Olivenöl, ohne Panade. Dazu gibt’s was Würziges, am besten Bohnen-Hummus mit schön viel Knoblauch und einen Feldsalat mit Walnüssen und Minze.
Geht es euch auch so, dass ihr gar nicht so recht wisst, was ihr bei dieser Wärme essen sollt? Zwei Dinge funktionieren immer: Frisch und Scharf. Und Fleischlos. Oder eine Kombi aus allem. Ein Gemüse-Linseneintopf, der nicht unbedingt ganz heiß gegessen werden muss. Scharf ist unser Orient Curry eigentlich nicht so sehr - eher aromatisch - weshalb wir mittels Chili Piquin noch etwas an Schärfe dazugeben. Frisch wird’s durch die Brunnenkresse. Und wer keine Brunnenkresse sammeln kann oder mag, der darf Kresse käuflich erwerben oder eine Handvoll Rucola hineinschwindeln…….
Sumach - Orientalische Aroma-Säure

Sumach ist die getrocknete, geschrotete Frucht des Färberbaums und ein wundervolles Gewürz, wenn ein Gericht nach Säure verlangt – wir benutzen es als fantastische Alternative zu Zitrone und Essig. Unser Sumach ist pur, es enthält kein Salz und keine Öle und entfaltet so sein ganzes Können. In der Türkei ist Sumach ein beliebtes Tischgewürz und wird aufgrund seiner verdauungsfördernden Wirkung gerne zu fettreichen Gerichten serviert. Der Geschmack von Sumach ist besonders fruchtig, leicht herb und weist eine angenehme Säure auf. Die säuerliche Note ist jedoch weniger intensiv als es zum Beispiel bei Zitronen oder Limetten der Fall ist.

Giersch ist für viele Monate im Jahr verfügbar. Gärtner kennen ihn als lästiges Unkraut. Was nur wenige wissen: Er ist gleichzeitig ein leckeres Wildgemüse. Roh erinnert er in Geruch und Geschmack ein wenig an Petersilie gemischt mit dem harzigen Aroma einer Mango, gekocht hingegen an Spinat. Wir kombinieren dieses unbekannte Gemüse mit Pasta, Aglio Olio-Sauce und ergänzen mit dem säuerlichen Aroma des Orients.

Spargelvariation mit Gremolata

Wir essen sehr gern Spargel. Am liebsten mag ich den Grünen. Das fängt schon damit an, dass frau ihn nicht schälen muss. Spaß beiseite, welchen Spargel habt ihr denn lieber?
Wisst ihr, warum der grüne Spargel grün ist und der weiße Spargel weiß...?
Weißer Spargel wächst in einem Erdhaufen und wird „gestochen“, sobald er aus der Erde herausschaut. Grüner Spargel wird nicht „angehäufelt“ und wächst quasi in der Sonne. Dadurch bildet der grüne Spargel nicht nur die Stoffe, die er zur Photosynthese benötigt, sondern ist auch viel gesünder, weil er mehr Inhaltstoffe und Vitamine enthält.
Damit wir uns hier nicht auf eine Spargelfarbe (Sorten gibt es viele) festlegen müssen, mischen wir Grün- und Bleichspargel in diesem Rezept einfach miteinander.
Noch eine Ergänzung für die Carnivoren: Dazu passt natürlich Fisch oder Fleisch vom Grill. Vegetarier lassen das dann halt weg.
Ich bin zwar bekennende Liebhaberin der indischen Küche, von Ajowan habe ich aber erst vor kurzem gehört und diese herrlich scharfen Kümmelsamen zum ersten Mal ausprobiert. Ich kann nur sagen: was habe ich verpasst! Das Aroma ist göttlich – Thymian trifft auf Pfeffer- und Kümmelnoten. Die Aromen entwickeln sich am besten, wenn man den Ajowan vor der Verwendung im Gericht in etwas Olivenöl oder Ghee anröstet. Da er in der indischen Küche vor allem mit Kartoffeln verwendet wird, hier das Rezept für Reiberdatschi mit Ajowan – und wer schon Brunnenkresse entdeckt hat, nichts wie rein damit! Ersatzweise kann auch Petersilie, Bärlauch oder Löwenzahn verwendet werden.
Ein Garam Masala geht immer! Besonders mag ich es mit Räuchertofu und Auberginen, meinen absoluten Lieblingen! Die Gewürzmischung kommt ordentlich portioniert in das Gericht und zusätzlich zum Essen auf den Tisch. Sie enthält in unserer Mischung kein Kurkuma, dafür aber Kardamom, der diesem Garam Masala ein ganz besonders, feines Aroma verleiht.
Das schöne an Masalas ist: sie gehen schnell, sind unglaublich vielseitig und heizen schön ein, wenn man beim Kochen die Chili-Würze etwas erhöht (das geht besonders gut mit unserem Purée de Piment d’Espelette! Das habe ich immer im Kühlschrank...)
Äthiopische Bohnenpfanne mit Spinat und Ingwer
Berbere, der Geschmack Äthiopiens

Wer kennt schon großartig die äthiopische Küche? Ich. Und: Sie ist in der Tat großartig. Kennt ihr Doro Wat? Dieses würzige, abgefahrene Hähnchengericht, in Berbere-Soße, das in Äthiopien - wie alles andere auch - mit den Händen gegessen wird... Ach so, Vegetarier seid ihr. Viele Äthiopier essen viele Speisen ohne Fleisch. Zum Beispiel Linsengerichte. Bohnen. Gemüse. Reis. Und, und, und....
Tags: Berbere, Doro Wat

Mai-Newsletter

Im Wonnemonat Mai bleiben wir in Europa – es gibt so viel Schönes zu entdecken: Trüffelsalz aus dem Piemont, Niora Paprika aus Murcia, Spargel und Rhabarber.

Und bei diesem unglaublich guten Wetter muss nun wirklich niemand verreisen. Wir haben erstmals seit Beginn der Grillaufzeichnungen die BBQ-Gerätschaften schon im April aus dem Winterschlaf gerissen. Ja, wir grillen... Und wie! Seid ihr bereit?

Löwenzahn-Sirup mit Sternanis

Ist euch auch schon aufgefallen, wie schön der Löwenzahn zurzeit blüht? Was den einen oder anderen Gartenbesitzer zur Verzweiflung bringt, erfreut unser Auge, lässt Bienen herrlich summen und die Herzen der Hobbyköche schneller schlagen: Wir probieren heute einen Löwenzahn-Blütensirup!
Eine kleine Menge davon reicht für eine herrlich erfrischende Köstlichkeit, wenn ihr ihn mit Sprudel oder Prosecco aufgießt. Der Sirup eignet sich außerdem für Panna Cotta oder Bayerische Creme oder andere Süßspeisen, wie Rhabarber-Kompott...
Raus auf’s Feld, zwei Hände voll Löwenzahn sind schnell gesammelt! Für eine exotische Geschmacksnote geben wir ein wenig Sternanis dazu.
In Teemischungen, in der Weihnachtsbäckerei und in indischen Curries ist das schönste Gewürz der Welt eine wohlschmeckende Zugabe. Aber er kann viel mehr: Sternanis hat eine starke Heilwirkung auf Atmung und Magen.
Gerbstoffe und fette Öle sind die Inhaltsstoffe, welche dem Sternanis seine heilende Wirkung verleihen. Seine ätherischen Öle wirken antibakteriell, anregend, entspannend, magenstärkend, harntreibend, sowie schleimlösend.
Und als Sirup schmeckt er in der Kombination mit Löwenzahn toll und sieht einfach wunderschön aus.

Obatzda in grün

Grünes, bayrisches Nationalgericht? Genau, Obatzda. Mit grünem Paprikapulver. Noch nie probiert? Schmeckt und passt zur Biergarten/Picknick Saison.
Ein saisonales und kulinarisches Hallo an alle, die gern Spargel und Rhabarber essen. Hier kommt ein frühlingshaftes Rezept, in dem wir beides kombinieren. Vanille und Zitrone geben der Komposition den letzten Schliff. Solltet ihr versucht haben. Es eignet sich als vegetarisches Hauptgericht oder auch als Vorspeise.

Chimichurri ist eine argentinische Würzsauce mit spannender Geschichte: die Herkunft soll von einem Namensgeber Jimmy McCurry oder Jummy Kerry stammen, oder der Ursprung wird in der Zeit der englischen Invasion in Buenos Aires vermutet, wo die Sauce unter britischen Kriegsgefangenen entstanden sein soll.
Wie dem auch sei – Chimichurri ist eine würzige, äußerst geschmacksintensive, feine und nicht zu scharfe Gewürzmischung, die vor allem zu gegrilltem Fleisch gereicht wird. Wir haben Chimichurri hier als Gewürzsauce für Süßkartoffeln aus dem Ofen verwendet, mit einer Avocado serviert ist das ein köstlicher, leichter Imbiss.
Das fein gemahlene grüne Pulver des Grünen Matcha Tees eignet sich hervorragend zum würzen von Salaten im „Sushi-Style“. Matcha enthält unter anderem Kalzium, Eisen, Vitamine und Antioxidantien. Geschmacklich ist unser Matcha-Salz die perfekte Ergänzung zu einem Gurken-Avocado-Salat mit Meeresspaghetti. Keine andere Pflanze und auch kein Fleisch enthält so viel Eisen wie diese Alge des Nordatlantiks, der Nordsee und der Ostsee. Und dazu versorgt uns dieser Alleskönner noch mit reichlich Phosphor, Vitamin C und Kalzium, alles gut für unsere Konzentration und den Knochenaufbau. Eine kleine Menge genügt: für diesen Salat verwenden wir lediglich 5 g der getrockneten Algen.
Was gibt es Schöneres als einen würzigen Frühlingsquark im April? Unsere Kräutermischung „Kräuterbutter“ ist auch eine super Basis für eine Quarkspeise, mit Ingwer und Liebstöckel verfeinert eignet sie sich, zusammen mit reichlich frischen Kräutern, bestens für einen Senf-Quark mit Leinöl. Dazu ein Stück Fladenbrot oder anstelle von Kräuterbutter zu einem leckeren Stück Grillfleisch – Kräuterquark geht immer!
Unsere Rosengewürzmischung ist etwas ganz besonderes. Das blumige, leichte Aroma von Rosenblüten, Veilchenwurzeln und Zimt gibt diesem Pilaw einen einmaligen Geschmack, die verschiedenen Pfeffersorten sorgen für die richtige Schärfe. Zusammen mit den Mandeln, Korinthen und der frischen Minze werden unsere Geschmacknerven aufs Höchste erfreut!

Schon von Miso gehört?

Dieses Mal reisen wir nach Japan - habt ihr schon von Miso gehört?

Miso? Noch nie gehört? Na, dann wird's aber Zeit! Eine neue Ära des Würzens bricht da an in unseren europäischen Küchen! Nicht nur die Spitzenköche setzen sich damit auseinander - auch wir wollen mit dabei sein und das japanische "Maggi" erforschen...



Miso, in Japan seit Jahrhunderten im Einsatz, ist ein ganz und gar natürlicher Geschmacksverstärker auf Basis von Soja, manchmal in Kombination mit Reis und/oder Getreide und Salz. Und Zeit....... Das Pulver wird durch einen langwierigen Fermentationsprozess (ca. 2 Jahre, je nach Sorte) hergestellt. Viele natürliche Mikroorganismen “arbeiten” daran und machen sie zu einem einzigartigen Produkt.

Südafrika lässt grüßen!

Bobotie ist ein südafrikanischer Hackfleisch-Auflauf, den die ganze Familie lieben wird. Das Besondere am Bobotie sind die Gewürze und das Frucht-Chutney, das dem Gericht ein säuerlich-fruchtiges Aroma verleiht. Durch das Überbacken im Ofen wird der Guss aus Milch und Eiern zu einer herrlichen Kruste. Anstelle von Hackfleisch kann man auch sehr gut feine Sojaschnetzel verwenden.

Bunte Aromen für laue Sommerabende

Dieser Sommer-Salat ist ein wahrer Augenschmaus! Und unser Gaumen ist auch entzückt: das Dressing ist der Hit! Ohne Essig, dafür mit reichlich Zitronensaft, Thymian, Knoblauch und Harissa passt diese Salatsauce wunderbar zu den Paprika und Zwiebeln, die durch das Rösten im Ofen eine süßliche Note erhalten.

Harissa stammt aus Nordafrika und wird vor allem in Marokko und Tunesien zu zahlreichen Gerichten serviert – und auf jeden Fall zum Couscous. Das scharfe Gewürz bringt 1001 Nacht in unsere Küche, bei diesem Gericht harmonisiert es perfekt mit der Säure des Zitronensafts und dem frischen Thymian.
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