Gewürze bieten eine ungeheure Vielfalt an neuen Geschmäckern und neuen Möglichkeiten. Jeder weiß wozu man Pfeffer und Salz verwendet. Aber habt ihr schon mal mit Rosa Pfeffer gekocht? Oder Kardamon verwendet? Oder Vanille zum Fisch? Rosenblüten-Cocktail? Ingwer-Limo? Und was mach ich mit Langem Pfeffer? Probiert, traut euch! Hier könnt ihr euch inspirieren lassen...

Gewürze bieten eine ungeheure Vielfalt an neuen Geschmäckern und neuen Möglichkeiten. Jeder weiß wozu man Pfeffer und Salz verwendet. Aber habt ihr schon mal mit Rosa Pfeffer gekocht? Oder... mehr erfahren »
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Gewürze bieten eine ungeheure Vielfalt an neuen Geschmäckern und neuen Möglichkeiten. Jeder weiß wozu man Pfeffer und Salz verwendet. Aber habt ihr schon mal mit Rosa Pfeffer gekocht? Oder Kardamon verwendet? Oder Vanille zum Fisch? Rosenblüten-Cocktail? Ingwer-Limo? Und was mach ich mit Langem Pfeffer? Probiert, traut euch! Hier könnt ihr euch inspirieren lassen...

Geht es euch auch so, dass ihr gar nicht so recht wisst, was ihr bei dieser Wärme essen sollt? Zwei Dinge funktionieren immer: Frisch und Scharf. Und Fleischlos. Oder eine Kombi aus allem. Ein Gemüse-Linseneintopf, der nicht unbedingt ganz heiß gegessen werden muss. Scharf ist unser Orient Curry eigentlich nicht so sehr - eher aromatisch - weshalb wir mittels Chili Piquin noch etwas an Schärfe dazugeben. Frisch wird’s durch die Brunnenkresse. Und wer keine Brunnenkresse sammeln kann oder mag, der darf Kresse käuflich erwerben oder eine Handvoll Rucola hineinschwindeln…….
Sumach - Orientalische Aroma-Säure

Sumach ist die getrocknete, geschrotete Frucht des Färberbaums und ein wundervolles Gewürz, wenn ein Gericht nach Säure verlangt – wir benutzen es als fantastische Alternative zu Zitrone und Essig. Unser Sumach ist pur, es enthält kein Salz und keine Öle und entfaltet so sein ganzes Können. In der Türkei ist Sumach ein beliebtes Tischgewürz und wird aufgrund seiner verdauungsfördernden Wirkung gerne zu fettreichen Gerichten serviert. Der Geschmack von Sumach ist besonders fruchtig, leicht herb und weist eine angenehme Säure auf. Die säuerliche Note ist jedoch weniger intensiv als es zum Beispiel bei Zitronen oder Limetten der Fall ist.

Giersch ist für viele Monate im Jahr verfügbar. Gärtner kennen ihn als lästiges Unkraut. Was nur wenige wissen: Er ist gleichzeitig ein leckeres Wildgemüse. Roh erinnert er in Geruch und Geschmack ein wenig an Petersilie gemischt mit dem harzigen Aroma einer Mango, gekocht hingegen an Spinat. Wir kombinieren dieses unbekannte Gemüse mit Pasta, Aglio Olio-Sauce und ergänzen mit dem säuerlichen Aroma des Orients.

Spargelvariation mit Gremolata

Wir essen sehr gern Spargel. Am liebsten mag ich den Grünen. Das fängt schon damit an, dass frau ihn nicht schälen muss. Spaß beiseite, welchen Spargel habt ihr denn lieber?
Wisst ihr, warum der grüne Spargel grün ist und der weiße Spargel weiß...?
Weißer Spargel wächst in einem Erdhaufen und wird „gestochen“, sobald er aus der Erde herausschaut. Grüner Spargel wird nicht „angehäufelt“ und wächst quasi in der Sonne. Dadurch bildet der grüne Spargel nicht nur die Stoffe, die er zur Photosynthese benötigt, sondern ist auch viel gesünder, weil er mehr Inhaltstoffe und Vitamine enthält.
Damit wir uns hier nicht auf eine Spargelfarbe (Sorten gibt es viele) festlegen müssen, mischen wir Grün- und Bleichspargel in diesem Rezept einfach miteinander.
Noch eine Ergänzung für die Carnivoren: Dazu passt natürlich Fisch oder Fleisch vom Grill. Vegetarier lassen das dann halt weg.
Ich bin zwar bekennende Liebhaberin der indischen Küche, von Ajowan habe ich aber erst vor kurzem gehört und diese herrlich scharfen Kümmelsamen zum ersten Mal ausprobiert. Ich kann nur sagen: was habe ich verpasst! Das Aroma ist göttlich – Thymian trifft auf Pfeffer- und Kümmelnoten. Die Aromen entwickeln sich am besten, wenn man den Ajowan vor der Verwendung im Gericht in etwas Olivenöl oder Ghee anröstet. Da er in der indischen Küche vor allem mit Kartoffeln verwendet wird, hier das Rezept für Reiberdatschi mit Ajowan – und wer schon Brunnenkresse entdeckt hat, nichts wie rein damit! Ersatzweise kann auch Petersilie, Bärlauch oder Löwenzahn verwendet werden.
Ein Garam Masala geht immer! Besonders mag ich es mit Räuchertofu und Auberginen, meinen absoluten Lieblingen! Die Gewürzmischung kommt ordentlich portioniert in das Gericht und zusätzlich zum Essen auf den Tisch. Sie enthält in unserer Mischung kein Kurkuma, dafür aber Kardamom, der diesem Garam Masala ein ganz besonders, feines Aroma verleiht.
Das schöne an Masalas ist: sie gehen schnell, sind unglaublich vielseitig und heizen schön ein, wenn man beim Kochen die Chili-Würze etwas erhöht (das geht besonders gut mit unserem Purée de Piment d’Espelette! Das habe ich immer im Kühlschrank...)
Äthiopische Bohnenpfanne mit Spinat und Ingwer
Berbere, der Geschmack Äthiopiens

Wer kennt schon großartig die äthiopische Küche? Ich. Und: Sie ist in der Tat großartig. Kennt ihr Doro Wat? Dieses würzige, abgefahrene Hähnchengericht, in Berbere-Soße, das in Äthiopien - wie alles andere auch - mit den Händen gegessen wird... Ach so, Vegetarier seid ihr. Viele Äthiopier essen viele Speisen ohne Fleisch. Zum Beispiel Linsengerichte. Bohnen. Gemüse. Reis. Und, und, und....

Löwenzahn-Sirup mit Sternanis

Ist euch auch schon aufgefallen, wie schön der Löwenzahn zurzeit blüht? Was den einen oder anderen Gartenbesitzer zur Verzweiflung bringt, erfreut unser Auge, lässt Bienen herrlich summen und die Herzen der Hobbyköche schneller schlagen: Wir probieren heute einen Löwenzahn-Blütensirup!
Eine kleine Menge davon reicht für eine herrlich erfrischende Köstlichkeit, wenn ihr ihn mit Sprudel oder Prosecco aufgießt. Der Sirup eignet sich außerdem für Panna Cotta oder Bayerische Creme oder andere Süßspeisen, wie Rhabarber-Kompott...
Raus auf’s Feld, zwei Hände voll Löwenzahn sind schnell gesammelt! Für eine exotische Geschmacksnote geben wir ein wenig Sternanis dazu.
In Teemischungen, in der Weihnachtsbäckerei und in indischen Curries ist das schönste Gewürz der Welt eine wohlschmeckende Zugabe. Aber er kann viel mehr: Sternanis hat eine starke Heilwirkung auf Atmung und Magen.
Gerbstoffe und fette Öle sind die Inhaltsstoffe, welche dem Sternanis seine heilende Wirkung verleihen. Seine ätherischen Öle wirken antibakteriell, anregend, entspannend, magenstärkend, harntreibend, sowie schleimlösend.
Und als Sirup schmeckt er in der Kombination mit Löwenzahn toll und sieht einfach wunderschön aus.

Mai-Newsletter

Im Wonnemonat Mai bleiben wir in Europa – es gibt so viel Schönes zu entdecken: Trüffelsalz aus dem Piemont, Niora Paprika aus Murcia, Spargel und Rhabarber.

Und bei diesem unglaublich guten Wetter muss nun wirklich niemand verreisen. Wir haben erstmals seit Beginn der Grillaufzeichnungen die BBQ-Gerätschaften schon im April aus dem Winterschlaf gerissen. Ja, wir grillen... Und wie! Seid ihr bereit?