Wie funktioniert eigentlich eine Tajine?

Ihr seid sicher beim Durchblättern von orientalischen Kochbüchern schon mal auf den Begriff Tajine gestoßen. Der Begriff Tajine steht gleichermaßen für den Schmortopf, der traditionell in Marokko zum Garen von Speisen verwendet wird, als auch für das darin zubereitete Gericht. In Marokko wird die Tajine häufig zum Kochen über dem offenen Feuer im Außenbereich verwendet.

Die Tajine ist ein runder Topf mit kugelförmigen Deckel, der an der höchsten Stelle eine Mulde hat. Durch die konische Form des Deckels verteilt sich beim Kochen die Hitze im Topf gleichmäßig, die Mulde dient als Dampfsperre und verhindert somit, dass Flüssigkeit entweicht. So werden die Speisen schonend im eigenen Saft gegart und können auch sehr gut die Aromen der zugegebenen Gewürze annehmen. Das Garen erfolgt sehr langsam bei niedriger Hitze. Der Garprozess ähnelt übrigens dem auch bei uns bekannten, etwas aus der Mode gekommenen Römertopf. Im Gegensatz zu diesem könnt ihr sie aber auf dem Grill, im Backofen, auf dem Herd und sogar in der Mikrowelle verwenden.

Traditionelle Tajines sind aus unglasiertem, gebranntem Lehm und müssen vor der ersten Nutzung mehrere Stunden in Wasser eingelegt werden, dann mit Olivenöl eingerieben und eingebrannt werden. Bei den nächsten Anwendungen sind 10 Minuten Wässerung ausreichend. Bei modernen Tajines aus Keramik, Edelstahl oder Gusseisen entfällt das Einbrennen und Wässern und ihr könnt direkt loslegen. Tajinegerichte gibt es mit Fleisch wie Lamm, Ziege, Rind, Huhn und Kaninchen. Auch Fisch und Meeresfrüchte gelingen ganz wunderbar in der Tajine, es gibt aber auch viele rein vegetarische und vegane Gemüsetajines und sogar süße Tajinegerichte.

Das Besondere ist, dass zum Garen alle Zutaten zusammen in den Topf gegeben werden und gemeinsam gegart werden, dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Zutaten mit längerer Garzeit nach unten und eher in die Mitte kommen. Denn dort gart der Inhalt am schnellsten. Zutaten mit kürzerer Garzeit kommen nach oben und den Rand. So könnt ihr z.B. erst mal das Fleisch anbraten, um in den Genuss der Röstaromen zu kommen und dann die anderen Zutaten darauf verteilen. Jetzt den Deckel drauf legen und etwas kaltes Wasser in die Mulde gießen. Wenn der Dampf beim Garen nach oben steigt, kühlt er durch das Wasser ab, kondensiert und läuft an den Seiten wieder nach unten in den Topf hinein.

Neben Fleisch und Gemüse sind Salzzitronen, Oliven, Nüsse und Trockenfrüchte typische Komponenten. Und unsere nordafrikanischen Mischungen Ras El HanoutHarissa und unsere Hausmischung # 1 sind perfekte Begleiter. Auch die orientalische schwarze Kichererbse, Ceci Neri, harmoniert. Als Beilage wird klassischerweise Couscous mit Safran gereicht.

 

 

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