Hot: Chicken Vindaloo

 

(Falls Sie nicht gern scharf essen, dürfen Sie die Zugabe von Chili auf ein Minimum reduzieren. Aber: Eigentlich ist dies eines der schärfsten indischen Gerichte, also nichts für Warmduscher!)

 

An Schärfe und Exotik ist dieses Gericht aus dem Süden Indiens kaum zu übertreffen! Und das Vindaloo bietet nicht nur kulinarisch eine Reizüberflutung - auch die Geschichte seines Namens und seiner Entstehung sind durchaus nicht gewöhnlich.

Das Gericht entstand in Goa, das 450 Jahre lang die Hauptstadt der Kolonie Portugiesisch-Indien war. Die Portugiesen brachten eine typische Zubereitungsart für Schweinefleisch mit: das Marinieren in Wein, Knoblauch und Gewürzen, auf portugiesisch „carne em vinha de alhos“.

Goa stand bis in die 1960er Jahre unter portugiesischer Kolonialverwaltung. Entsprechend viele Einwohner bekannten sich zum Christentum und durften daher Schweine- und Rindfleisch essen. Vindaloo wurde damals oft zu besonderen Anlässen serviert. Es erfuhr aber eine linguistische und kulinarische Transformation: aus vinha de alhos wurde vindalho und heute vindaloo, anstatt Schwein wird oft auch Geflügel (bei Hindus und indischen Muslimen) oder Lamm verwendet. Unsere Variante ist die Geflügel-Variante, ohne Wein, dafür scharf…

Als Gewürze werden heute Ingwer, Chilischoten, Kreuzkümmel, Pfefferkörner, Kardamom, Nelke, Piment, Tamarinde, Zimt, Senfsaat, Bockshornkleesamen, Koriandersaat, Kurkuma oder eine fertige Vindaloo-Currypaste, bzw. Garam Masala genutzt. 

Das Gericht erfreut sich heute in Großbritannien äußerster Beliebtheit und ist auf den Speisekarten vieler indischer Restaurants zu finden. In der englischen Umgangssprache wird es als „Vindy“ bezeichnet und ist für seine Schärfe bekannt. Restaurants servieren dieses Essen manchmal mit Kartoffeln gemischt, so wie wir hier. Im traditionellen Vindaloo sind keine Kartoffeln enthalten, es handelt sich hierbei um ein Missverständnis, da „alu“ (anglisierend „aloo“) das Wort auf Hindi für Kartoffel ist.

Es empfiehlt es sich, die Gewürze jeweils frisch zu mahlen, damit Sie das volle Aroma genießen können. Bereits gemahlene Gewürze verlieren einen großen Teil ihres Aromas schon 2-3 Tage nach dem Mahlen. Der Mörser, am besten möglichst schwer (ein schwerer Stößel spart Kraft!!), z. B. aus Gußeisen, ist die günstigste und traditionellste Methode, das Mahlgut zu zerkleinern. Vor dem Mahlen sollten die Gewürze angeröstet werden, damit das Aroma sich voll entfalten kann. Nebenbei bekommt dann auch noch Ihre Küche ein exotisches Flair.

Unser Vindaloo ist nicht super-scharf, allerdings schärfer, als die meisten europäischen Gaumen es gewohnt sind. Sollte Ihnen die Paste oder auch die Marinade zu scharf geworden sein, so mildern Sie die Schärfe mit Joghurt, der mit Koriandergrün garniert wird, ab. Falsch wäre es, Wasser dazu zu trinken, weil die Flüssigkeit lediglich die Schärfe im gesamten Mundraum verteilt.

 

Currypaste (für vier Personen):

½ TL Vogelaugenchili

8 Stück Zimtblüten

1 EL Kreuzkümmel ganz

1 TL weisser Urwaldpfeffer

1 TL Bockshornklee

½ TL grüner Kardamom

1 EL Koriandersamen

2 Gewürznelken

1 EL Kurkuma

1 Lorbeerblatt

2 Knoblauchzehen, geschält und gehackt

1 Zwiebel, mittelgroß, in feine Würfel geschnitten

2 EL Olivenöl

 

Marinade:

3½ TL Apfelessig oder Weissweinessig

4 Knoblauchzehen, zerdrückt

1 TL Paprika edelsüss

1 Lorbeerblatt

2 Gewürznelken

½ TL Chili Piquin (optional, nur, wenn Sie’s scharf mögen)

1½ TL Salz

600 g Hähnchenfleisch

50 g Ingwer, geschält und gehackt

600 g Süßkartoffeln, geschält, in 2 cm Würfel geschnitten und blanchiert

200 ml Hühnerbrühe, ersatzweise Wasser

Das Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden und mit den Zutaten für die Marinade in einer Schüssel gut vermengen.

Über Nacht abgedeckt im Kühlschrank ziehen lassen.

Für die Paste zuerst die Zwiebelwürfel in etwas Öl anschwitzen, bis sie weich sind. Alle anderen Zutaten in einer Pfanne kurz rösten und zusammen mit den Zwiebeln in einem Mörser zur Paste verarbeiten (am besten erst die Gewürze mörsern, dann die Zwiebeln zum Schluss zugeben).

Jetzt das marinierte Fleisch kurz anbraten und bei seite stellen.

Den Ingwer zusammen mit der Paste anschwitzen, das Fleisch dazugeben und mit etwas Hühnerbrühe oder Wasser ablöschen.

Nach ca. 5 Minuten die blanchierten Süßkartoffeln dazu und abgedeckt noch mal ca. 5 Minuten köcheln lassen.

Mit frischem Koriandergrün garnieren. Dazu passen Naan oder Reis.

 

 

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